Donnerstag, 13. Juni 2013

Mobile Apps. Milliarden Downloads, doch es gibt mehr als nur den App Store

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Native Apps und mobile Web-Apps - was ist der Unterschied?



unvorstellbare Zahlen

1,7 Milliarden. Das ist die Zahl der allein im Jahr 2012 in Deutschland heruntergeladenen Apps. Bei rund 31 Millionen Smartphone- und etwa 4,4 Millionen Tablet-Nutzern lud sich hierzulande jeder User im Schnitt fast 50 Apps in nur einem Jahr herunter. Verglichen mit den weltweiten Downloadzahlen jedoch lediglich ein Bruchteil: 41 Milliarden Apps wurden 2012 weltweit auf ein Smartphone oder Tablet heruntergeladen. Nimmt man an, dass jeder einzelne Mensch auf der Welt die Möglichkeit hätte, Apps aus dem Internet herunterzuladen, käme man auf die stolze Zahl von 6 Anwendungen pro Kopf – nur im Jahr 2012. Noch unvorstellbarer, wenn man sich vor Augen führt, wie viele Menschen weder Zugang zum Internet, noch überhaupt ein app-fähiges Endgerät besitzen.

Ausblick

So hoch diese Zahlen auch scheinen, so wenig aussagekräftig sind sie. Denn neben den über 1,8 Millionen nativen Apps auf dem Markt, deren Downloadzahlen sich so einfach messen, wie darstellen lassen, existiert eine unbekannte, aber mindestens ebenso große Menge einer anderen App-Form: Den sogenannten Web-Apps. Doch worin unterscheidet sich eine solche mobile Web-Anwendung von einer nativen App? Welche Form eignet sich für welche Möglichkeiten? Und warum lässt sich so schwer ermitteln, wie viele Web-App-Nutzer es weltweit gibt?
In drei Beiträgen werden wir das Thema Mobile App beleuchten und dabei auch darauf eingehen, auf welche Art sich mobile Anwendungen zunehmend auch im Gesundheitswesen durchsetzen und vor allem, wie mit mobilen Apps Geld verdient wird. Als Einstieg möchten wir Ihnen daher in diesem Beitrag die verschiedenen Eigenschaften von nativen Apps und Web-Apps, sowie deren unterschiedliche Einsatzmöglichkeiten, aber auch jeweilige Grenzen näher bringen. Ein nicht unbedeutendes Thema, denn schließlich ist fast jeder dritte Bundesbürger im Besitz eines Smartphones oder Tablets, das zur Verwendung von Apps in der Lage ist.

Hier App, da App. Was ist das?

Allgemein versteht man unter einer mobilen App - kurz für Applikation oder engl. application – eine speziell für mobile Endgeräte entwickelte Anwendung. Dabei gibt es zwei verschiedene Arten von Apps, die sich hinsichtlich der Möglichkeiten, wie der Nutzer an eine solche Anwendung gelangt, unterscheiden.

Registriert und installiert - Die Native App


Eine Native App steht zum Download auf einem entsprechenden Onlineportal zur Verfügung. Hier handelt es sich in der Regel um ein System des jeweiligen Betriebssystemanbieters. Der Anwender lädt sich nach einer einmaligen Registrierung die App auf sein mobiles Gerät, wo sie dann direkt installiert wird. In diesem Fall bezeichnet man die Anwendung als Native App. Da diese Form der mobilen Anwendungssoftware nicht plattformübergreifend funktioniert, muss sie speziell auf das jeweilige Betriebssystem zugeschnitten werden. So muss der Entwickler verschiedene Versionen der gleichen Anwendung programmieren, um den Großteil der Smartphone- und Tabletnutzer zu erreichen. Als Hersteller von Betriebssystemen gibt es vier große Anbieter, die mit ihren Bezugsplattformen für native Apps den Markt dominieren: Der größte ist Google mit „Google Play“, wo 800.000 Apps für das Betriebssystem Android zum Download angeboten werden. Recht dicht folgt Apple mit dem „App Store“ und 775.000 verfügbaren Apps für das System Apple iOS. Während diese beiden Giganten 86% Marktanteil halten, holen die Hersteller Microsoft (Windows Phone Store, 150.000 Apps) und RIM (Black Berry App World, 105.000 Apps) nur langsam auf. Die gängige Praxis zeigt, dass mobile Anwendungen tatsächlich in der Regel mindestens für die beiden Betriebssysteme Android und iOS programmiert werden. Entwickler von diesen Apps sind aber nicht die Anbieter der Betriebssysteme selbst, sondern hier reicht die Spanne von Privatleuten bis hin zu hochspezialisierten Unternehmen. Eine fertige App wird nach technischer und gegebenenfalls inhaltlicher Prüfung durch den Anbieter der App-Plattform auf dieser veröffentlicht und dem Nutzer des jeweiligen Betriebssystem teils entgeltfrei, teils kostenpflichtig zur Verfügung gestellt. Einmal heruntergeladen und installiert kann dieser dann die Anwendung dauerhaft nutzen, die dann auch teilweise offline verfügbar ist.

Gesamtanzahl der verfügbaren Apps der größten 4 Anbieter

Plattformübergreifend - die Web App

Der nativen App gegenüber steht die sogenannte Web App mit dem entscheidenden Unterschied, dass hier zur Verwendung keine Installation nötig ist. Die Web App lässt sich vielmehr über den auf dem mobilen Endgerät installierten Webbrowser aufrufen. Eine solche App funktioniert also plattformübergreifend und setzt zudem keine Registrierung bei einem der App-Portal voraus. Dies ermöglicht eine Verwendung der Web App auf allen Betriebssystemen, ohne sich dabei auf eine bestimmte Gruppe zu beschränkten. Gleichzeitig gestaltet es sich dadurch aber auch schwieriger, die gesamte Anzahl verfügbarer Web-Apps zumessen. Vor allem jedoch kann nicht das gesamte App-Angebot nach Kategorien oder beliebtesten Anwendungen durchsucht werden, was es mitunter schwierig macht, eine geeignete App für einen bestimmten Anwendungsfall ausfindig zu machen. Die nicht nur optisch, sondern auch von der Benutzung her ins mobile Gerät integrierte Web App ist aber hinsichtlich Funktionsumfang und Eigenschaften durchaus vergleichbar mit einer nativen App. Lediglich das Speichern von Nutzerdaten gestaltet sich bei letzterer einfacher, da diese direkt mit der App verknüpft auf dem Gerät abgelegt werden können. Bei der Web App wird zudem eine permanente Internetverbindung zur Nutzung vorausgesetzt. Die native App hingegen kann, sofern zur Funktion keine zusätzlichen Inhalte aus dem Internet bezogen werden, auch ohne Verbindung zum Internet verwendet werden.

steigende Bedeutung

Mobile Apps gewinnen mehr und mehr an Bedeutung. Da die Zahl der Smartphone- und Tablet-Nutzer zunimmt, steigt gleichzeitig der Bedarf an für bestimmte Anwendungsbereiche optimierten Anwendungen für diese mobilen Endgeräte. Apps ermöglichen es, den Nutzen des Gerätes zu vergrößern, in dem der Funktionsumfang um für den Anwender relevante Funktionen erweitert wird. Die Grafik zeigt exemplarisch am Beispiel des App Stores von Apple die steigenden Downloadzahlen von nativen Apps in den vergangenen fünf Jahren und im Vergleich dazu die rasante Aufholjagd von Google. Daraus ableiten lässt sich ein zunehmendes Interesse und eine steigende Bedeutung von mobilen Anwendungen, die dem Anwender Prozesse erleichtern und Zugänge verschaffen und mit denen sich auch in Bereichen wie dem Gesundheitswesen völlig neue Möglichkeiten ergeben.

Kumulierte Anzahl weltweit bei Apple/Google heruntergeladener Apps (in Mrd.)

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Hausaufgabe

Eine kleine Aufgabe zum Schluss: Schätzen Sie doch einmal, wie viele (native) Apps es schon speziell für den Bereich Gesundheit und Fitness gibt. Im nächsten Beitrag erfahren Sie die Lösung – Sie werden es nicht glauben.

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