Donnerstag, 5. Dezember 2013

Wie funktioniert die optimale Patientenaufklärung?

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Welche Vorteile bieten Ihnen tabletgestütze Aufklärungsgespräche?


Der Arzt, der Patient und ein Stück Papier: das klassische Aufklärungsgespräch

Die Bedeutung des Aufklärungsgespräches steht außer Frage. Einerseits haben wir den rechtlichen Aspekt, der eine Einwilligung des Patienten in die bevorstehende Behandlung vorsieht. Andererseits wollen wir die größtmögliche Zufriedenheit des Patienten - und das erreichen wir durch lückenlose Transparenz.

Sie kennen das klassische Beispiel eines Aufklärungsgespräches: Der Patient sitzt dem Arzt gegenüber, bekommt einen Zettel mit Informationen und Risiken zum anstehenden Eingriff, den er am Ende unterschreiben muss. Der Arzt erläutert kurz einzelne Punkte des Aufklärungsbogens und beantwortet Fragen des Patienten.


Studie zeigt: Inhalte können besser behalten werden

Eine Tür weiter: Patientenaufklärung wird multimedial
Viele Ärzte haben sich entschieden, bereits einen Schritt weiter zu gehen, um die Transparenz und die Qualität des Aufklärungsgespräches aus Patientensicht noch weiter zu steigern: Das Aufklärungsvideo. In netten 3D-Animationen wird das Prozedere, die Hintergründe und die Vorbereitung zur bevorstehenden Behandlung den Patienten vor Augen geführt – untermalt von einer beruhigenden Stimme und leichter Musik. Klares Ziel: den Patienten soll die Angst genommen werden. Doch was sehr oft der Fall ist: Das nette Video versorgt sie in einer kurzen Zeit mit zu vielen Informationen. Die Chance, sich alles lückenlos zu merken ist so gering, dass die nun zwar weniger ängstlichen Patienten dennoch das Gefühl haben, die Aufklärung sei nicht in vollem Umfang transparent.

Die Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie an der Universität Würzburg hat im Jahre 2010 beispielsweise eine Studie durchgeführt, die sich unter anderem mit der Patientenzufriedenheit durch Aufklärungsvideos beschäftigt. Jedoch konnte hier kein signifikanter Bewertungsunterschied hinsichtlich der Informations- und Aufklärungszufriedenheit der Patientenaufklärung mit bzw. ohne Videounterstützung festgestellt werden – aber der Arzt spart Zeit.

Ist der Zeigefinger der Schlüssel?

Wiederum einen Schritt weiter gelangen wir zur Integration des Tablet-PCs in das Aufklärungsgespräch. Interaktion ist hier das Stichwort: die Patienten können sich selbst mit den Inhalten des Aufklärungsgespräches beschäftigen. Allein diese Tatsache führt dazu, dass Patienten mehr Informationen auf einmal verarbeiten.

Das andere Stichwort geht stark in die Tiefe und entstammt den Neurowissenschaften: Cortico-Spino-muskuläres System. Nie gehört? Ist nicht weiter schlimm, denn der Begriff selbst spielt eigentlich keine Rolle. Wichtig ist, was dahinter steckt: 

Es gibt eine direkte Verbindung zwischen unserem Zeigefinger und dem Gehirn, die ein Zusammenspiel in Hochleistungsgeschwindigkeit ermöglicht - mehr als 55 Meter pro Sekunde.

Das bedeutet im Klartext: Was der Zeigefinger auf dem Tablet bewegt, auswählt, verschiebt, vergrößert oder verkleinert wird unmittelbar von unserem Gehirn verinnerlicht mit der logischen Folge: Wir können leichter die Zusammenhänge begreifen und uns später viel besser daran erinnern.

Das kann durch empirische Untersuchungen belegt werden: Demnach konnten sich nach einem klassischen Verkaufsgespräch ohne zusätzliches Medium 25% der Probanden an die Kernbotschaft erinnern (siehe Grafik). Bei einem passiven iPad-gestützten Gespräch waren es schon 43%. Nach einem Verkaufsgespräch, bei dem der Proband angehalten war, selbst aktiv auf einem Tablet bestimmte Interaktionen durchzuführen, lag die Erinnerungsquote bei 78%!

„Der Zeigefinger erwirbt eine Magie, an der das Wissen buchstäblich haften bleibt,mit der sich Wissen öffnen, anschauen, verwerfen, kopieren, übergehen, suchen und mit der Lupenfunktion noch einmal genauer anschauen lässt“ (Prof. Dr. Florian Heinen, FAZ 15.5.2013)

Denken Sie an Ihre Schulzeit, Ihr Studium oder in bestimmten Situation auch an Ihren Alltag: Kennen Sie die Situation, in der Sie den Zettel oder die Karteikarte, deren Inhalt Sie lernen möchten intuitiv mit dem Finger abfahren?

Fazit

Fassen wir also zusammen: wird das Aufklärungsgespräch durch einen Tablet-PC oder ein iPad begleitet oder vorbereitet, kann der Patient die Inhalte direkt mit den Händen „begreifen“. Die Folge: eine bessere Informationsverarbeitung, ein genaueres Verständnis und insgesamt eine deutlich höhere Zufriedenheit der Patienten.

Mit HEALTHMOBILITY greift die Kooperation aus ayeq GmbH, Mediangruppe Oberfranken und symeda GmbH genau diese Vorteile auf. Die Projektpartner haben die Möglichkeiten des tabletgestützten Aufklärungsgespräches und das Potential dieser Technologie für das Gesundheitswesen erkannt und können so durch spezialisiertes Know-How und die Expertise jedes einzelnen Projektpartners eine ideale Plattform für innovative und nachhaltigere Formen der Patientenaufklärung anbieten.

Mehr Informationen erhalten Sie auf der Website des Kooperationsprojektes HEALTHMOBILITY.


Quellen:

Montag, 11. November 2013

Die wichtigsten Krankenhaus-Apps

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Die Apps der deutschen Krankenhäuser - eine Übersicht


Dass das Thema Mobile Apps zunehmend an Bedeutung gewinnt, ist allgemein bekannt. Nicht zuletzt in unserem Beitrag „Zunehmende Verwendung von mobilen Apps auch im Gesundheitswesen“ haben wir die Entwicklung und die steigende Relevanz der Apps dargestellt. Und tatsächlich zeichnet sich ab, dass auch immer mehr Krankenhäuser in Deutschland dazu übergehen, eine eigene mobile Anwendung für Smartphone oder Tablet zu veröffentlichen.

von der einfachen Info-App zur umfangreichen Medikamentenverwaltung


Bei unseren Recherchen stießen wir dabei auf insgesamt 36 Apps für Apples iOS. Darunter befinden sich 2 Anwendungen von Schönheitskliniken, 7 Apps von Klinikgruppen und 27 Apps von einzelnen Krankenhäusern. Dabei reichen die Inhalte von einfachen Informationen und Kontaktdaten der Einrichtung, über umfangreiche Checklisten oder Erklärungen zu Krankheitsbildern bis hin zur Medikamentenverwaltung oder Schwangerschaftsbegleitung.

Im Folgenden finden Sie eine Übersicht mit dem Namen der jeweiligen App, dem Krankenhaus, das dahinter steckt und den wichtigsten Funktionen:

  • KW KPK App (Kurpark-Klinik Bad Nauheim):
    Aktuelles/News, Vorträge, Informationen zu verschiedenen Organen und Körperfunktionen, mögliche Behandlungen im Klinikum, Kontaktformular für Direktaufnahme
  • Schü-Kli (Schüchtermann-Klinik Bad Rothenfelde):
    Geschichte und Infos zur Klinik, Anleitung zu Sofortmaßnahmen/Rettungskette, Checkliste für Krankenhausaufenthalt
  • KlinikFinder (Helios Kliniken Berlin):
    News, Suche nach Kliniktyp/Bundesland/Krankheitsbild/Fachabteilung, Übersicht Kliniken, Kontaktformular
  • Labor Berlin (Labor Berlin - Charité & Vivantes):
    Leistungsverzeichnis, Ansprechpartner, Qualitätsstandards
  • Klinikum BI (Klinikum Bielefeld):
    News, Veranstaltungen, Kliniksuche nach Krankheit oder Standort, Direktkontakt für Einweiser
  • Silberbergklinik (Silberbergklinik Bodenmais):
    Facebook-Feed/Aktuelles, Fotogalerie
  • Lukas-Magazin (Lukas-Krankenhaus Bünde):
    aktuelle Ausgaben des Gesundheitsmagazins
  • JoHo IM I (St.-Johannes-Hospital Dortmund):
    Patiententagebuch (Gewicht, Herzfrequenz, Blutdruck), Notizen im "Patientenpass"
  • JoHo Baby App (St.-Johannes-Hospital Dortmund):
    Arzttermine, Checklisten für Krankenhausaufenthalt, Erklärung zur Entwicklung des Babys nach Schwangerschaftsmonat, Tagebuchfunktion, News
  • UKD (Universitätsklinikum Düsseldorf):
    Checklisten für Schwangere/stationäre Aufnahme (Was muss ich mitnehmen?), Ansprechpartner, News, Stellenanzeigen, Lageplan des UKD
  • Mediplan (Universitätsklinikum Essen):
    Tagesplaner, Medikamentenverwaltung, Werteübersicht (Blutdruck,Gewicht, Zucker), inkl. Alarmfunktion
  • fr.gesund (Kliniken Ansbach, Dinkelsbühl, Rothenburg o.d.T. und Praxisklinik Feuchtwangen):
    Magazin für Gesundheit und Wohlbefinden, Zeitschrift für Mitarbeiter der Kliniken, medizinische Fachinformationen für Ärzte in Franken
  • Geburt und Baby (Evangelisches Diakoniekrankenhaus Freiburg):
    Rückbildungsübungen, Einschlafmusik, Babygalerie, Kindergebete/Taufsprüche etc.
  • Klinikum Fulda (Klinikum Fulda):
    News, Veranstaltungsankündigungen, Ansprechpartner, Stellenangebote, Zusatzfunktionen: Herzinfarkt-Check, Schlaganfall-Check, BMI Rechner
  • ALTA (Alta Klinik Gütersloh):
    Informationen zu Prostata/Vorsorgeprogrammen, Beschreibung verschiedener Radiologieformen (Brust, Darm etc.), Galerie der Klinik, Teamvorstellung, Kostenübersicht MRT (+Infos Leistungsabrechnung)
  • Ethianum (Ethianum Klinik Heidelberg):
    Infos zu Fachbereichen, Veranstaltungen für Patienten und Ärzte, Bildergalerie der Klinik, Kontaktformular
  • Anna Hospital (St. Anna Hospital Herne):
    Beschreibung von Klinik, Team und Abteilungen
  • Klinikum (Klinikum Ingolstadt):
    Videos, Aktuelles, Fotogalerie, Podcast
  • Migraine (Schmerzklinik Kiel):
    Kopfschmerzkalender mit Auswertungsfunktion, Medikamentenübersicht, Migräne-Schnelltest, Hintergrundwissen
  • Krankenhaus für Naturheilwesen (Krankenhaus für Naturheilwesen München):
    Infos zu Homöopathie, Naturheilverfahren, Fallzahlen, Ausstattung, Qualität, offenen Stellen
  • Weiterbildung für Ärzte und Ärztinnen (Klinik St. Elisabeth, Neuburg an der Donau):
    ausgeschriebene Weiterbildungsangebote, offene Stellenangebote, Einblicke in Klinik und Stadt
  • Ortenau Gesundheitswelt (Ortenau Klinikum Offenburg):
    Gesundheitswelt Magazin - Infos zu Ihrer Gesundheit
  • BB Baby (Krankenhaus Barmherzige Brüder Regensburg):
    Baby wächst in der App mit, Schwangerschaftsratgeber, Namenslexikon, Termine (Geburtsvorbereitung etc), Infos für Schwangere
  • Pocket Reha (Klinik am Kurpark Reinhardshausen):
    Videounterstützte Infos zu Pro- und Rehabilitation, Video-Übungsplan, Team- und Klinik-Vorstellung
  • Marienkrankenhaus (St. Marien Krankenhaus Siegen):
    RSS-Feed, twitter-Feed, Facebook-Feed, Bilderalbum
  • Klinikum Stgt. (Klinikum Stuttgart):
    Ausgaben des "Klinikum live" (Magazin)
  • JoHo Wi HD (St. Josefs-Hospital Wiesbaden):
    News, Termine, Kliniksuche über Art und Körperteil der Beschwerden, Notfallnummern
  • MEDIAN Jobs (Median Kliniken):
    Jobsuche, Termine, Pressemitteilungen, Daten & Fakten, Videos, Bilder, Standorte zu MEDIAN
  • Vivantes (Vivantes Netzwerk für Gesundheit, Berlin):
    Klinikfinder per Standort/Bedarf, Gesundheitstipps, News, Termine
  • NSK (Niels-Stensen-Kliniken):
    Vorstellung der Klinik, Jobangebote, Bewerbungsformular, Ansprechpartner
  • Leben retten (Asklepios Kliniken):
    Anleitung und Video zur Wiederbelebung, akustische Taktvorgabe für Wiederbelebung
  • Meine Klinik (Asklepios Kliniken):
    Kliniksuche nach Adresse, Symptom-Beschreibung, -Überprüfungsmöglichkeiten, Fotos, Therapieverfahren erklärt
  • Limbs (Dr. Becker Klinikgruppe):
    Reaktionstest für chronisch Kranke
  • Paracelsus (Paracelsus Kliniken):
    News, Übersicht der Kliniken, Kliniksuche nach Fachabteilung oder Bundesland, Übersicht und Infos zur Klinikgruppe
  • Kö-Klinik (Kö-Klinik Düsseldorf):
    Infos und Bilder zur Klinik, Erklärung einiger chirurgischer Behandlungen, News, Presse
  • T-Klinik (T-Klinik Köln):
    Infos zu Leistungen, Fachbegriffslexikon, News, Kontakt, Social Media

Donnerstag, 17. Oktober 2013

Macht die Kassen hellhörig: Milliarden Einsparungen durch Telemedizin prognostiziert

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Steria Mummert Consulting: in 15 Jahren ist Telemedizin Standard


Nachdem eine Studie der Unternehmensberatung A.T. Kearney bereits im Juni dem Markt für Telemedizin großes Wachstumspotential attestiert hatte, wartet nun auch die Steria Mummert Consulting mit einem interessanten Ergebnis einer Marktbeobachtung auf.

Verursacht durch fortschreitenden Alterungsprozess der Gesellschaft und zunehmende Verbreitung von chronischen Erkrankungen wie etwa Diabetes Mellitus sei im Gesundheitswesen in den nächsten Jahren mit einem deutlichen Kostenanstieg zu rechnen.

Telemedizin bereits in 15 Jahren Standard


Genau dieser Entwicklung kann Telemedizin entgegenwirken. Entscheidend seien dabei insbesondere sowohl die Möglichkeit der besseren Früherkennung von Erkrankungen, als auch eine einfache Kostenkontrolle und ein klarer Kosten-Nutzen-Vergleich (siehe hierzu auch unseren Blogbeitrag zum Kosten-Nutzen-Vergleich von Telemedizin). Daraus resultierende effizientere Untersuchungen und die Unabhängigkeit von Entfernungen seien Triebkraft dafür, dass sich die Telemedizin spätestens in 15 Jahren durchgesetzt haben wird.

Nach Schätzungen von Steria Mummert Consulting gehe man von einem Anstieg der an Diabetes erkrankten Patienten auf über 6 Mio. im Jahre 2030 aus. Allein in der Altersgruppe zwischen 55 und 74 Jahren werde sich die Zahl der Patienten weit mehr als verdoppeln. Aktuell sei die Stoffwechselerkrankung in Deutschland verantwortlich für etwa die Hälfte der jährlichen Krankenversorgungskosten. 

Telemedizin und damit eine Fernüberwachung der Patienten stelle hier eine Lösung dar, die bei bezahlbarem Kostenaufwand kürzere Untersuchungsabstände ermögliche. Daraus ergäben sich wesentlich bessere Möglichkeiten zur Früherkennung und die einhergehende Einsparung von Kosten in Höhe von 2 Mrd. EUR – jährlich.

Während viele telemedizinische Technologien oft aufgrund mangelnder Finanzierung heute noch nicht ganz ausgereift sind, haben Videokonferenzlösungen bereits in vielen Einrichtungen des Gesundheitswesens Einzug gehalten. Neben der direkt messbaren Effizienz sind insbesondere auch die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten ein Faktor für die steigende Beliebtheit der Technologie zur Entlastung entscheidender Akteure im Gesundheitswesen.


Haben Sie Fragen oder Interesse an weiteren Informationen aus dem Bereich Telemedizin und Videokonferenzlösungen für das Gesundheitswesen?
Kontaktieren Sie uns, wir freuen uns von Ihnen zu hören.

Links zum Weiterlesen:

Montag, 7. Oktober 2013

5 effektive Maßnahmen, wie Sie Patientenloyalität steigern können

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Mit dem 5-Punkte-Plan zu mehr Patientenloyalität - unser Szenario zeigt wie


Der Wandel des Gesundheitswesens erfordert zunehmend einen Fokus auf eine intensive Patientenbeziehung. Beim Physiotherapeuten, im Wellness- oder im Pflegebereich – sie werden nicht umhinkommen, sich in naher Zukunft mit dem Thema auseinanderzusetzen. Und auch als niedergelassener Facharzt, im Krankenhaus oder in der Chirurgie werden Sie nach und nach umdenken müssen.
Warum Patientenbindung immer wichtiger wird und welchen Einfluss Vertrauen der Patienten auf die Loyalität hat, haben wir bereits im Beitrag "Braucht das Gesundheitswesen mehr Kundenbindung?" für Sie erläutert.

Wie können Sie nun also das Patientenverhältnis verbessern?

Um zu verdeutlichen, wie Einrichtungen im Gesundheitswesen vorgehen können, um Patientenloyalität und somit Patientenbindung zu stärken, haben wir ein exemplarisches Szenario ausgewählt.
Herr Dr. Pallhuber ist Leiter der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie Bad Wiedenborstel. Er und sein Team sind anerkannte Spezialisten im Bereich der Knie- und Hüftoperationen. Das Interesse potentieller Patienten ist groß. Doch ist der Anteil derer, die sich tatsächlich für einen Eingriff entscheiden verhältnismäßig gering. Dr. Pallhuber setzt sich daher das ehrgeizige Ziel, diesen Anteil deutlich zu erhöhen und dadurch die Klinikauslastung zu verbessern. Gemeinsam mit einem Expertenteam entwickelt er einen 5-Punkte-Plan mit dem Ziel, insgesamt die Patientenloyalität zu steigern.

5 Maßnahmen zur Steigerung der Patientenloyalität

1. Wie zufrieden ist der Patient?

  • Ziel: Es sollen zuerst einmal die Patientenzufriedenheit ermittelt werden, um herauszufinden, wo zur Verbesserung dieser angesetzt werden sollte.

  • Maßnahmen: Herr Dr. Pallhuber und sein Team beschließen, eine Patientenumfrage durchzuführen. Zu Inhalten wie Freundlichkeit, Atmosphäre oder wahrgenommene Fachkompetenz wollen Sie so Daten sammeln, um anschließend Bereiche mit Optimierungsbedarf abzuleiten.

2. Der Patient möchte mehr Informationen!

  • Ziel: Die Informations-Asymmetrie zwischen Patient und Facharzt soll verringert werden, was wiederum zu einer Reduzierung des empfundenen Risikos der Patienten führt.

  • Maßnahmen: Der Internetauftritt der Klinik wird durch eine umfassende Rubrik mit Wissen rund um das Thema Hüft- oder Knieoperationen ergänzt. So informieren beispielsweise detaillierte, aber gut verständliche Hintergrundinformationen über Ursachen von Knieproblemen.

    Auch im Wartebereich der Klinik soll ein umfassendes Informationsangebot bereitgestellt werden. Damit es aber nicht zu einer Überflutung und Verwirrung des Patienten kommt, müssen diese Informationen gezielt kategorisiert und möglichst patientenspezifisch angeboten werden. Um dies zu erleichtern, kann eine effektive Technologie eingesetzt werden, die im nächsten Punkt zur Transparenz näher erläutert wird.

3. Höchstmögliche Transparenz

  • Ziel: Es soll eine maximale Transparenz der Leistungen angestrebt und so alle Unsicherheiten im Voraus ausgeräumt werden.

  • Maßnahmen: Herr Pallhuber glaubt, dass viele Patienten nicht wissen, wie ein chirurgischer Eingriff abläuft und daher eine Abneigung gegenüber einer solchen Operation entwickeln. Um dem entgegenzuwirken und die Transparenz zu maximieren und dadurch das Vertrauen der Patienten in die Leistungen der Klinik zu steigern, soll ein neuer Ansatz zum Einsatz kommen. Dazu werden im Wartebereich Tablet-Stationen eingerichtet. Auf diesen Tablets kann sich der Patient mittels einer speziell entlang der Anforderungen der Klinik entwickelten Anwendung vollkommen ungezwungen, interaktiv und in privater Atmosphäre über Leistungen informieren.

    Kommt ein Patient in die Klinik, um sich über eine mögliche Knieoperation beraten zu lassen, kann er zunächst über das Tablet Einzelheiten speziell zu diesem Eingriff abrufen. Dabei bekommt er Einblick in die einzelnen Schritte der Operation, kann also den kompletten Verlauf des Eingriffs gedanklich durchlaufen und erhält zudem Informationen zu eventueller Vor- oder Nachbehandlung.

    Der Patient kann sich so interaktiv mit Einzelheiten der Knieoperation auseinandersetzen und sich gleichzeitig auf ein persönliches Beratungsgespräch vorbereiten. Zum einen wird so der komplette Eingriff gegenüber dem Patienten möglichst transparent gestaltet, zum anderen kann sich dieser aber auch über generelle Hintergrundinformationen und Ursachen informieren.

4. Unsicherheit über mögliche Fehlentscheidung reduzieren

  • Ziel: Herr Dr. Pallhuber und sein Team wissen aus zahlreichen Fällen, dass Patienten immer wieder befürchten, nach einer Operation unglücklich über ihre getroffene Entscheidung zu sein. Da die wenigsten Patienten auf Erfahrungsberichte etwa aus dem Bekanntenkreis zurückgreifen können, soll diese Angst nun auf eine andere Art genommen werden.

  • Maßnahmen: Über die genannte interaktive Anwendung soll der Patient auch auf einen Bereich mit Erfahrungsberichten zugreifen können. In diesem Bereich schildern ehemalige Patienten von Herrn Dr. Pallhuber ihre persönlichen Erfahrungen, die sie bereits mit einer Knie- oder Hüftoperation gemacht haben. Dabei berichten sie auch über Folgen des Eingriffes und die umfassende Nachbetreuung. So können Zweifel von noch nicht vollends überzeugten Patienten ausgeräumt und wahrgenommene Risiken einer Operation reduziert werden, sodass der Patient ein positives Bild einer entsprechenden Operation entwickelt.

5. Schulung des Teams

  • Ziel: Das komplette Team der Klinik soll die Notwendigkeit einer vertrauensvollen Patientenbeziehung verstehen.

  • Maßnahmen: Durch gezielte Schulung des Personals will Herr Dr. Pallhuber nun sein Team darauf vorbereiten, auch im persönlichen Patientenverhältnis stets unter der Prämisse maximaler Transparenz und größtmöglicher Reduzierung des wahrgenommenen Risikos des Patienten zu handeln.

Die Folgen

Mit diesem 5-Punkte-Plan verspricht sich Herr Dr. Pallhuber eine Steigerung des Vertrauens der Patienten in sein Team und deren Leistungen. Und tatsächlich zeichnet sich schon nach kurzer Zeit der Erfolg seiner Strategie ab. Durch höheres Vertrauen gewinnt er gleichzeitig die Loyalität der Patienten.
So kommt es nicht nur dazu, dass ein größerer Anteil der interessierten Patienten tatsächlich einem Eingriff zustimmt. Während durch aktive Weiterempfehlung zufriedener Patienten die Auslastung der Klinik steigt, entscheiden sich auch immer mehr Patienten zu einer weiteren Operation in der von Herrn Dr. Pallhuber geführten Klinik.

Das Szenario um Herrn Dr. Pallhuber zeigt mögliche Maßnahmen, wie durch gezielte Reduzierung von Unsicherheiten die Loyalität der Patienten erhöht werden kann.

Wie sieht es bei Ihnen in der Einrichtung aus? Haben Sie sich schon mit dem Thema Patientenloyalität auseinander gesetzt??

...wir helfen Ihnen

Sie möchten weitere Informationen zu der im Szenario eingesetzten individuellen Anwendung „healthmobile“?


Oder sie möchte sich unverbindlich beraten lassen, wie sie in Ihrer Einrichtung ein solches System maßgeschneidert einsetzen können?

Treten Sie mit uns in Kontakt – wir freuen uns, von Ihnen zu hören!

Mittwoch, 25. September 2013

Braucht das Gesundheitswesen mehr Kundenbindung?

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Wie wichtig ist Loyalität und Patientenbindung wirklich?



Kundenbindung im Alltag

Wie viele Kundenkarten haben Sie im Portemonnaie?
Wann haben Sie das letzte Mal einen Treuerabatt erhalten?
Wie viele Newsletter landen wöchentlich in Ihrem Postfach?

Täglich begleitet uns eine Vielzahl von Maßnahmen der Anbieter, um uns als Kunden zu binden. Es scheint ganz selbstverständlich. Ob Anbieter von Mobilfunkverträgen oder Supermarktkette, ob Autohersteller oder Fastfood-Restaurant, sie alle agieren auf hart umkämpften Märkten. Entsprechend wichtig ist daher der Versuch, Neukunden zu gewinnen und bestehende Kundenverhältnisse für eine möglichst lange Dauer gewinnbringend zu nutzen.

Im Bereich der Dienstleistungen herrschen noch einmal ganz besondere Bedingungen:

  • Der Kunde kann zum Beispiel nicht vorher testen, ob ihm die Leistung des Unternehmensberaters gefällt. Lediglich im Nachhinein kann er die Beratung bewerten.
  • Der Friseur kann nur schwer Frisuren auf Vorrat produzieren.
  • Eine Werbeagentur wird kaum jedem Kunden eine standardisierte Werbekampagne verkaufen können.

Folglich ist ein intensives Kundenverhältnis im Dienstleistungssektor besonders wichtig: Unsicherheiten über die Qualität der bevorstehenden Leistung und deren Folgen müssen aus dem Weg geräumt und ein vertrauensvolles Verhältnis geschaffen werden. Kundenbindung ist also auch hier ein wichtiger Erfolgsfaktor und ebenfalls allgegenwärtig.

Bedeutung von Patientenbindung und -Loyalität gewinnt an Bedeutung

Wie aber sieht es im Gesundheitswesen aus?

Im Grunde handelt es sich hier um eine besondere Form der Dienstleistungserbringung. So erbringt beispielsweise der Arzt durch Diagnosestellung oder Behandlung eine Leistung gegenüber dem Patienten. Dabei sind aber die Bedingungen noch ein wenig extremer:

  • Noch geringere Transparenz als bei gewöhnlichen Dienstleistungen. So weiß der Patient in der Regel etwa nicht, was ihn bei einem chirurgischen Eingriff erwarten würde.
  • Enorme Informations-Asymmetrie. Zum Verständnis von medizinischen Hintergründen und Vorgängen ist ein hohes Maß an Wissen erforderlich, das durch jahrelanges Studium und Erfahrung in der Praxis entsteht. Dem Patienten fehlt es.
  • Keine eindeutigen Patientenpräferenzen: Während der Friseur-Kunde in der Lage ist, einen bestimmten Haarschnitt zu wählen, wird ein Patient nur selten einen bestimmten medizinischen Eingriff präferieren. Vordergründig steht der Behandlungserfolg.
  • Hoher Preis bei Fehlentscheidungen in der Behandlung: Wem ein Kinofilm nicht gefallen hat, der wird ihn sich mit Sicherheit nicht noch einmal anschauen. Die Folgen einer falschen medizinischen Behandlung können gravierender sein.

Ganz egal ob beim Arzt, im Krankenhaus, beim Physiotherapeuten, in der Chirurgie oder im Pflegebereich: Der Leistungsempfänger im Gesundheitswesen erwartet optimale Beratung, eine erfolgreiche Behandlung und stets umfassende Informationen. Demgegenüber steht ihm allerdings eine große Ungewissheit über die tatsächliche Leistung und deren Folgen. Ganz offensichtlich machen diese Umstände ein besonderes Vertrauensverhältnis zwischen Patient und Leistungserbringer zwingend erforderlich. Eine vertrauensvolle Atmosphäre reduziert das wahrgenommene Risiko des Patienten und steigert so die Patientenzufriedenheit und –loyalität.

Warum das Thema wichtig ist

Doch was bringt Ihnen die Loyalität der Patienten? Nun, ganz einfach: Loyale Patienten schenken Ihnen Vertrauen. Und das wiederum führt dazu, dass sie sehr wahrscheinlich wiederkommen und vor allem auch Sie und Ihre Leistung weiterempfehlen.

Für verschiedene Behandlungen etwa in einer Arztpraxis mag dies zunächst etwas witzlos klingen. Doch besonders interessant wird das Thema, wenn die Praxis oder Einrichtung privat zu zahlende, individuelle Gesundheitsleistungen anbietet.

Hier kommt es besonders auf ein hohes Vertrauen der Patienten an. Und um dieses zu erreichen, setzen Sie genau dort an: Sie schaffen eine vertrauensvolle Atmosphäre und machen es dem Patienten so leicht wie möglich, Ihre Leistungen zu verstehen.

Wie Sie sehen, ist Kundenloyalität nicht nur Thema bei Möbelhausketten, Telefonanbietern oder Fluggesellschaften. Patientenbindung ist ein nicht zu unterschätzender Faktor im Gesundheitswesen. Der Wert der Beziehung zum Patienten gewinnt mit dem fortschreitenden Wandel der Gesundheitsbranche zunehmend an Bedeutung.

Wie auch Sie profitieren können…

Sie möchten wissen, wie Sie das Patientenverhältnis verbessern können? Dann sollten Sie unseren Blog abonnieren. Denn anhand eines Fallbeispiels erfahren Sie schon im nächsten Beitrag, wie Sie Kundenbindung im Gesundheitswesen erfolgreich managen.

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Dienstag, 17. September 2013

Wie wird Quantified Self das Gesundheitswesen von morgen verändern?

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Im Interview: Florian Schumacher, Gründer und Vorreiter von Quantified Self Deutschland


Der Begriff "Self-Tracking" ist in aller Munde,  die Community um Quantified Self erfährt rasche Zuwächse. Der Trend zur Vermessung des Ichs erreicht immer mehr Menschen. Es zeichnet sich ab, dass auch das Gesundheitswesen von diesem Trend geprägt werden wird. Doch wie stark kann Self-Tracking das zukünftige Gesundheitswesen beeinflussen? Welche Faktoren spielen eine Rolle und wie können sich Einrichtungen und Akteure darauf vorbereiten?

Um diese Fragen für Sie zu klären, führte die symeda GmbH ein Interview mit dem Gründer der deutschen Quantified Self Community, Florian Schumacher.

Gründer der deutschen Quantified Self Community


Herr Schumacher, immer mehr Menschen wollen Daten über sich selbst tracken. Welche Daten eignen sich besonders gut für Quantified Self?

Prinzipiell gibt es nichts, was nicht getrackt werden kann. Besonders einfach lassen sich Daten sammeln, die ohnehin gemessen oder erzeugt werden. Waagen, Blutdruckmessgeräte oder Blutzuckermessgeräte werden immer häufiger mit Funkschnittstellen und zugehörigen Apps angeboten, sodass die Werte, die oft aus medizinischen Gründen gemessen werden automatisch aufgezeichnet und in einer Datenbank gespeichert werden. Zusätzlich werden regelmäßig neue Self-Tracking Geräte vorgestellt, sodass mit Herzratenvariabilität, Hirnströmen oder Atemfrequenz auch immer mehr Indikatoren für Stress, Entspannung und psychisches Wohlbefinden erfasst werden können.
Auch die modernen Smartphones bieten hervorragende Voraussetzungen zum Self Tracking. Zahlreiche Apps erlauben das Dokumentieren von Ernährung, Krankheitssymptome und Behandlung oder von Verhaltensweisen, wobei der Nutzer die Daten meist selbst eingeben muss. Aber auch aus der Nutzung des Smartphones dürften zukünftig interessante Einsichten hervorgehen - Emotionen und Stress lassen sich dann am Klang der Stimme, am Kommunikationsverhalten und am Bewegungsprofil ablesen. Dies lässt sich zur Erkennung und Behandlung von Depressionen einsetzen, aber auch Krankheiten wie Alzheimer lassen sich aus den charakteristischen Mustern der Nutzung von Smartphones automatisch feststellen.

Findet Self-Tracking auch Interesse bei der älteren Generation? Was sind hier die Interessensgebiete?

Self-Tracking ist insbesondere bei den über 30 Jährigen verbreitet. Ältere Zielgruppen sammeln häufig Daten zu einer chronischen Erkrankung, bei Jüngeren steht der Sport im Vordergrund. Sport dient häufig zur Therapie von gesundheitlichen Problemen, der Übergang beim Self-Tracking ist daher fließend.

Wie kann Quantified Self das Gesundheitswesen von morgen prägen?

In Zukunft wird es für viele Menschen normal sein, einige gesundheitliche Parameter aufzuzeichnen und die Werte bei Bedarf ihren Ärzten mitzuteilen. Hierdurch lässt sich die Behandlung insbesondere chronischer Erkrankungen wie Bluthochdruck oder Diabetes verbessern. Langfristig dürften auch Methoden wie die Genomseqzenzierung oder die regelmäßige, heimische Analyse des Stoffwechsels bei der Optimierung von Behandlungsmethoden genutzt werden. Ärzte werden sich  immer stärker mit der Überwachung der Gesundheit auf Basis telemedizinischer Informationen auseinandersetzen und Unterstützung von intelligenten Algorithmen und auf die Auswertung der Daten geschulten, medizinischen Fachkräften erhalten. Der Fokus in der medizinischen Betreuung wird sich von der Behandlung zunehmend auf die Prävention verlagern, wobei Erkenntnisse aus Big Data Analysen der Gesundheitsinformationen großer Patientengruppen eine frühzeitige Einschätzung gesundheitlicher Risiken ermöglichen.

In US-amerikanischen Raum tauschen immer mehr Patienten ihre getrackten Daten mit dem Arzt aus. Gibt es diesen Trend auch in Deutschland?

Auch in Deutschland gibt es zahlreiche Ärzte, die ihre Patienten zur Aufzeichnung von Werten wie Blutdruck oder Blutzucker auffordern. Dennoch ist die Nutzung der von Patienten erhobenen Daten hierzulande weniger verbreitet und viele Ärzte Misstrauen oft zu unrecht den von ihren Patienten erhobenen Messwerten. 

Der britische Gesundheitsminister Lansley sagte einmal: „Ich wünsche mir, dass es ganz normal wird, eine App auch zu nutzen, um den Blutdruck zu messen.“ Gibt es solche Unterstützung aus der Politik für Quantified Self auch in Deutschland?

Die deutsche Politik äußert sich immer wieder wohlwollend zum Thema Telemedizin, auch um das Versorgungsproblem mit Ärzten in ländlichen Regionen abzuschwächen. Programme wie in England, wo Gesundheits-Apps von Ärzten auf Rezept verschrieben werden gibt es bei uns jedoch (noch) nicht und die Weiterbildung und Sensibilisierung von Ärzten für das Potential von Self-Tracking lässt häufig zu wünschen übrig. 

Wie wird sich die Bewegung um das Thema Self-Tracking in den nächsten Jahren entwickeln? Welche Rolle spielen neue Technologien dabei?

In den kommenden Jahren werden Technologien zum Self-Tracking eine zunehmende Verbreitung finden. Das von Apple kürzlich vorgestellte iPhone 5s ist bereits im Auslieferungszustand auf das Tracking der Aktivität vorbereitet und neue Technologien wie Smartwatches und andere vernetzte Geräte erlauben es vollautomatisch, Daten zur Bewegung, zum Schlaf, zum Sport oder zu krankheitsbezogenen Körperwerten aufzuzeichnen. Hierdurch wird es einfacher, Daten über sich selbst zu sammeln und auch neue Bereiche, die vorher nur schwer analytisch zu beobachten waren, können zukünftig auf Basis von Daten untersucht werden. Als Quantified Self Bewegung unterstützten wir Menschen dabei, Daten und über sich selbst besser zu verstehen und einen mündigen Umgang mit Self-Tracking Technologien zu entwickeln. Durch die zunehmende Öffnung der großen Dienste können Daten zukünftig in immer neuen Kontexten untersucht werden, wodurch viele Möglichkeiten für Anwender und Entwickler aus der Quantified Self Bewegung entstehen.

Wie können sich Einrichtungen aus dem Gesundheitswesen auf QS vorbereiten und es zu ihrem Vorteil nutzen?

Einrichtungen aus dem Gesundheitswesen sollten insbesondere in der Therapie und Rehabilitation zunehmend Gesundheits-Apps und -Sensoren integrieren. Hierdurch können Behandlungserfolge optimiert und Fehlentwicklung im Genesungsverlauf reduziert werden. Ebenso sollten medizinische Anbieter ihre Patienten kompetent beraten, welche Anwendungen geeignet sind, um aktiv Einfluss auf die eigene Gesundheit zu nehmen. Viele Dienste, wie zum Beispiel die App MyTherapy für chronische Patienten, ermöglichen es dabei die Beziehung zum Patienten zu verbessern, wodurch eine langfristige Betreuung und Bindung möglich wird.

Wie gehen Sie persönlich mit dem Thema Datenschutz und der Sensibilität Ihrer Tracking-Daten um?

Für die verschiedenen mit Apps und Sensoren aufgezeichneten Daten gelten für mich jeweils unterschiedliche Privatsphäre-Anforderungen. Daten zu meiner Aktivität teile ich in einem Kreis von Freunden wohingegen mein Gewicht und Blutdruck privat sind und lediglich für meine Freundin einsehbar sind. Bei der Wahl eines Diensts mache ich mich mit den Nutzungsbedingungen vertraut oder diskutiere mit befreundeten Anwendern die Risiken die mit der Nutzung verbunden sein könnten. Bis zum heutigen Zeitpunkt sind mir bei gezielter Festlegung der Privatsphäre-Einstellungen noch keine Nachteile für mich und meine Privatsphäre aufgefallen. Viele Unternehmen räumen sich in ihren Nutzungsbedingungen jedoch weitreichende Rechte ein, sodass man sich als Anwender auch nach der Entscheidung für einen Dienst informieren sollte, ob dieser neue Verwertungsmodelle beabsichtigt, die mit den eigenen Privatsphäre-Anforderungen in Konflikt geraten. 

Welche Tipps können Sie den Nutzern geben, die gern auch mit dem Self-Tracking beginnen wollen?

Auch wenn Self-Tracking Apps oft Spaß machen können Sie nur bei regelmäßiger Nutzung einen positiven Effekt auf die Gesundheit und das Wohlbefinden entfalten. Nachhaltige Erfolge erzielt man daher am einfachsten, wenn ein konkreter Zusammenhang zwischen einem persönlichen Problem oder Ziel und dem Dienst besteht. Passives Tracking, z.B. mit Aktivitätstrackern oder vernetzten Waagen welche die Daten automatisiert in eine Datenbank speichern, macht es einfacher Daten zu sammeln und aufzuzeichnen. Hier genügt oft eine wöchentliche Statusmail vom Anbieter, um die eigenen Entwicklung im Blick zu behalten oder die Motivation zur Aneignung neuer Gewohnheiten aufrechtzuerhalten.

Herr Schumacher, vielen Dank für das Interview.



Zur Person Florian Schumacher:
Gründer der deutschen Quantified Self Community
Florian Schumacher
Florian Schumacher gründete 2012 in Kooperation mit den amerikanischen Quantified Self Labs die Deutsche Quantified Self Community. Der in der digitalen Fitness- und Gesundheitsbranche tätige Produktentwickler beschäftigt sich mit dem Monitoring von Vitalitätswerten und berichtet auf seinem Blog igrowdigital über Sensoren und Software zur Steigerung der Lebensqualität. Als Speaker, Autor und Produktmanager gibt er Einblicke in Technologietrends und unterstützt Unternehmen bei der Konzeption und Umsetzung von Quantified Self Hard- und Software.




Sie möchten mehr zum Thema Quantified Self wissen? In dem kleinen Beitrag "Quantified Self - der Trend zur Selbstvermessung" haben wir kurz für Sie die wichtigsten Punkte zusammengefasst.

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Montag, 9. September 2013

Weniger Krankenhauseinweisungen dank telemedizinischer Systeme

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Studie: Telemedizin reduziert Hospitalisierungsraten chronisch kranker Patienten

Eine von der La Trobe University Australia im Raum Aalborg, Dänemark, durchgeführte Studie zeigt, dass mittels Telemedizin sowohl die Zahl der Krankenhauseinweisungen, als auch die Kosten für Patienten mit chronischer Lungenerkrankung (COPD) deutlich gesenkt würden. Die ausschließlich erwachsenen Probanden, die an schwerer bis schwerster COPD litten und bei denen andere Erkrankungen des Herzens, der Gefäße und des Kreislaufs ausgeschlossen werden konnten, wurden über telemedizinische Technologien mit Medizinern des primären und sekundären Versorgungssektors vernetzt. Per Zufall wurden die insgesamt 111 Patienten je einer von zwei Gruppen zugeteilt: 60 in Gruppe A, 51 in Gruppe B.

Telemedizin reduziert Hospitalisierungsraten chronisch kranker Patienten

Probanden der Gruppe A wurde für vier Monate ein System zur telemedizinischen Überwachung eingerichtet und sie erhielten einen Schrittzähler. Ihnen wurde erklärt, wie sie ihre Symptome überwachen und Messungen durchführen sollten und sie erhielten eine Einweisung in selbständig zu Hause durchzuführende Übungen. Die anschließend aus dem Monitoring gewonnenen Daten wurden regelmäßig von Medizinern eingesehen und analysiert, sodass die Patienten laufend über ihre Erkrankung beraten werden konnten. Einmal im Monat besprachen sich alle beteiligten Mediziner über ein Videokonferenzsystem zu jedem einzelnen Probanden und dem Verlauf seiner Rehabilitation.

Patienten, die der Gruppe B zugeteilt wurden, erhielten lediglich Einweisung in die selbständigen Heimübungen, hatten aber keinen geplanten Kontakt zu medizinischem Fachpersonal.

Am Ende der Studie konnten von 105 Patienten die Daten zur Auswertung herangezogen werden. Im Gesamtverlauf war erkennbar, dass die Zahl der Krankenhauseinweisungen bei Probanden der Gruppe A deutlich geringer war, als bei denen der Gruppe B (0,49 vs. 1,17; p=0,041). Die Kosten für Krankenhausaufenthalte fielen demzufolge bei Patienten mit telemedizinischem Überwachungssystem wesentlich niedriger aus.

Daraus schlussfolgerte man, dass telemedizinische Strategien, die eine Früherkennung akuter Gesundheitsverschlechterung und Rehabilitation chronisch erkrankter Patienten förderten, die Hospitalisierungsraten und somit die dadurch entstehenden Kosten deutlich reduzieren könnten.

Quelle: Australian Physiotherapy Association, 2013

Donnerstag, 15. August 2013

Quantified Self - der Trend zur Selbstvermessung

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Der Trend aus den USA: Die Vermessung des Ichs


10km, durchschn. 5:40 min/km, 593,7kcal.

Self-Tracking heißt der Trend, bei dem möglichst alles gemessen und in Zahlen gefasst wird. Sich selbst zu vermessen, eigene Leistungen in Ziffern darzustellen und auf Grundlage dessen Ziele zu setzen und sich selbst zu verbessern ist gewiss nicht neu. Pulsuhren, Schrittzähler oder die klassische Waage gibt es nicht erst seit gestern.

Neuer jedoch ist die Möglichkeit, alle aufgezeichneten Daten mühelos zu digitalisieren, zu veröffentlichen und mit anderen zu teilen.

  • eine Körperwaage, die täglich das Gewicht twittert,
  • eine App, die die neusten Lauf-Statistiken bei Facebook veröffentlicht oder
  • ein E-Book-Reader, der der Welt zeigt, welche Lesefortschritte der Nutzer im aktuellen Buch macht.

Das sind nur Beispiele für Self-Tracking-Anwendungen und -Technologien, die die eigenen Tätigkeiten messen, um anschließend Eigen- und auch Fremdbeurteilung zu ermöglichen. Mit großer Wahrscheinlichkeit werden Sie schon einmal von einem dieser Beispiele gehört haben. Denn immer häufiger wird das Thema auch von den Medien aufgegriffen.

Sicherlich am populärsten: Apps wie Runtastic oder Endomondo, die auf dem Smartphone die Joggingstrecke und alle zugehörigen Werte wie Geschwindigkeit oder Kalorienverbrauch aufzeichnen und daraus Statistiken erstellen.

Der Self-Tracking-Trend: messen, analysieren und teilen

„Self knowledge through numbers“

Sich selbst durch Zahlen besser kennenlernen, so das Motto des 2007 von den Journalisten Gary Wolf und Kevin Kelly gegründeten Netzwerkes „Quantified Self“. Weltweit vernetzen sich hier Anwender und Entwickler des Self-Trackings. Die Zahl der Interessenten steigt kontinuierlich an, sodass Mitglieder des Netzwerkes regelmäßig zusammenkommen, um sich über Fortschritte und Erfahrungen mit der Selbstvermessung auszutauschen.

„Quantified Self ist wie eine Art Spiegel, um sich selbst darin zu erkennen und sich zu verbessern“ (Gary Wolf, Gründer von Quantified Self)

Auch im deutschsprachigen Raum entstand im Jahre 2012 ein Ableger der Bewegung. Insbesondere durch den Blogger Florian Schumacher initiiert und belebt, wachsen das Interesse und damit die hiesige Szene um Quantified Self stetig. Bereits in acht großen Städten, darunter Hamburg und München, gibt es Quantified Self Gruppierungen, die auf regelmäßigen Meet-Ups, sogenannten "Show and Tells", Self-Tracking-Erfahrungen und Ergebnisse eigener Tracking-Projekte austauschen.

Was macht das Thema auf einmal so populär?

Eigene Leistungen aufzuzeichnen, um durch den Abgleich mit persönlichen Zielen Motivation und Ansporn zu steigern, ist eine gute Möglichkeit, sich selbst zu verbessern und nächsthöhere Ziele zu erreichen. Durch die zunehmende Verfügbarkeit von Smartphones und der damit verbundenen permanenten Vernetzung wird es leichter, bei allen Aktivitäten Messungen durchzuführen und Werte mit anderen auszutauschen. Der Anbieter der Sport-Tracking-App Runtastic spricht hier nicht nur von neutralen Daten, sondern viel mehr gezielt von „Erfolgen“, die der Nutzer analysieren und mit der Community teilen kann. Und dieses Teilen ist ein wesentlicher Faktor für die steigende Popularität von Quantified Self.

Hinzu kommt, dass auch die Sensortechnik immer leistungsfähiger, mobiler und günstiger wird. Dadurch werden die Selbstvermessungstechnologien erschwinglich und vor allem Massentauglich. Dies ist eine wichtige Voraussetzung, um eine große Community zu bilden und stetig zu wachsen. Das Smartphone wird zum Messgerät durch integrierte GPS-Sender oder Kameras – gegebenenfalls unterstützt durch optionales Zubehör, wie Pulsmesser oder Schrittzähler.

Globaler Gesamtverlauf der Suchanfragen bei Google zu "Quantified Self"


Nicht nur ein Hobby

Hochleistungssportler einmal ausgenommen, ist Self-Tracking für viele Menschen ein Hobby:

  • Das Aufzeichnen der Leistung beim Radfahren,
  • das Analysieren des persönlichen Tagesablaufes oder
  • das Messen des eigenen Schlafverhaltens.

Doch für manche Menschen gehört es zu den Pflichten des Alltags: Diabetiker. Das Messen und Aufzeichnen von Blutzuckerwerten, Insulin, Nahrungsmitteln, Aktivitäten, oder Körpergewicht ist mitunter lebenswichtig.

Durch kontinuierliche Entwicklung von Anwendungen und Technologien nicht zuletzt durch die Bewegung um Quantified Self wird der Alltag von vielen Diabetikern und anderen chronisch erkrankten Menschen deutlich erleichtert.

Sicherheit

Quantified Self ist eine Bewegung, die sich weltweit aus der Selbstvermessung von Spitzensportlern und chronisch Erkrankten abgeleitet hat. Self Tracking ist dabei heute meist eine Methode zur Verbesserung des eigenen Wohlbefindens, Steigerung der eigenen Leistung oder der reinen Dokumentation des Fortschritts. Dass die Tracking-Daten dabei oftmals veröffentlicht und mit anderen geteilt werden, stellt sicher einen fragwürdigen Punkt dar, der viele Datenschützer aufhorchen lässt.

Abhängig von der Sensibilität der Daten muss sich die Frage der Gewährleistung von Datensicherheit gestellt werden, insbesondere, wenn es um gesundheitsbezogene Daten geht. Dies mag ein Grund dafür sein, dass die Verbreitung von Quantified Self hierzulande bisher noch nicht in dem Tempo voranschreitet, das der amerikanische Raum vorlegt.

Gute Aussichten

Forscher sehen aber durchaus einen anhaltenden Trend mit Potenzial für die Zukunft. Dies zeigt auch die vermehrte Entwicklung von mobilen Sensoren, wie etwa Armbändern für die Aufzeichnung und Veröffentlichung von Tracking-Daten zu jedem Zeitpunkt (z.B. fitbitJaweboneUP oder Nike+ Fuelband). Besonders interessant könnte dieser Trend für das Gesundheitswesen und besonders die Entwicklung und den Umgang mit chronischen Erkrankungen sein.

Und Sie?

Wie sieht es bei Ihnen aus? Nutzen Sie Self-Tracking Apps wie runtastic oder SportsTracker auf Ihrem Smartphone?

Donnerstag, 25. Juli 2013

Innovationen im Gesundheitswesen

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Anforderungen an Innovationen im Gesundheitswesen - Beispiel Telemedizin


Auch für die Telemedizin gilt: häufig scheitert es an der Implementierung
Die Notwendigkeit, hoch qualitative Gesundheitsleistungen zu geringeren Kosten anzubieten scheint immer wichtiger zu werden. Auch die Politik beschäftigt sich vermehrt mit diesem Thema. So erkennen zunehmend mehr Politiker und entscheidende Akteure des Gesundheitswesens die Bedeutung von Telemedizin als möglichen Lösungsansatz des Problems. Allein in Europa wurde dieser Technologie ein Einsparungspotenzial von bis zu 100 Mrd. € bis zum Jahre 2017 prognostiziert (GSMA/PWC, 2013). Belegt wird dieser Trend durch steigende Zahlen von Telemedizin-Nutzern und Investitionen in telemedizinische Produkte.

Tatsächlich meinen Fachleute, die Branche erreiche gerade einen Wendepunkt, ab dem ein exponentielles Wachstum folge. Für Telemedizin feststellen lasse sich: Wenn wichtige medizinische Erfahrung an der richtigen Stelle zum richtigen Zeitpunkt für das Treffen der richtigen Entscheidung genutzt werden kann, bedeute dies einen deutlichen Qualitätsanstieg bei geringeren Kosten (Yulun Wang, Vizepräsident der Amerikanischen Gesellschaft für Telemedizin/ATA)
Zwar ist das Konzept von Telemedizin einfach und bietet enorme Vorteile, doch scheitert es meist an der Implementierung in der Praxis. Dies scheint nicht unerwartet, stellen doch tiefgreifende Veränderungen allgemein auch in jedem anderen Bereich eine besondere Herausforderung dar.

Barrieren durch bestehende Vergütungsstrukturen, politische Regulierungen, IT-Architektur und ein Widerstand  gegenüber Veränderungen sowie technologische Einschränkungen müssen bezwungen werden. Genau diese Barrieren und Herausforderungen sind es aber, die die Telemedizin-Technologie besonders empfänglich für Innovationen und Entrepreneurs machen.

Durch anhaltende Innovation, die in der Regel mit hohem Kapitalrisiko der Unternehmer einhergehe, könne diesen Barrieren begegnet und die Vorteile von Telemedizin für das Gesundheitssystem nutzbar gemacht werden, so Wang. 

Der Einsatz von telemedizinischen Technologien lässt sich in zwei Kategorien zusammenfassen:

Telemedizin zur Akutversorgung, wo durch Telemedizin Ferndiagnosen getroffen werden können, um den Patienten schnell zu behandeln. Diese Patienten benötigen unter Umständen sofortige Hilfe eines Spezialisten, die jedoch durch regionale Unterversorgung nur schwer zugänglich ist.

Die zweite Kategorie umfasst die telemedizinische Behandlung chronisch Kranker. Hier werden telemedizinische Technologien verwendet, um regelmäßig in bestimmten zeitlichen Abständen einen chronisch kranken Patienten zu überwachen.

Die Anforderungen an telemedizinischen Lösungen hängen stark von diesen zwei Kategorien ab. Während Telemedizin zur Akutversorgung permanente Datenverfügbarkeit gewährleisten und vor allem jegliche Bedingungen erfüllen muss, damit ein Mediziner unverzüglich eine möglicherweise lebenswichtige Entscheidung treffen kann, erfordert Telemedizin für chronische Erkrankungen eine solche uneingeschränkte Entscheidungsgrundlage nicht. Vielmehr stellen die Interaktionen mit dem Patienten eine Unterstützung und Überwachung dar.

Unternehmen für telemedizinische Technologien sollten Möglichkeiten identifizieren, so Wang, wo sie Innovationen schaffen können, die einen hohen Wert für das Gesundheitswesen bieten, aber dennoch leicht zu managen sind. Veränderungen sind stets schwierig, insbesondere im medizinischen Bereich, wo sich Prozesse und Strukturen über Jahrzehnte gesetzt haben, um Patienten eine Behandlung von konstant hoher Qualität bieten zu können.

Daher müsse eine Lösung ein Problem in seiner Gesamtheit angehen und gleichzeitig außer der Technologie allein auch Schulungen, Implementierungshilfen, regulatorische Unterstützung und eine permanente Messung der Umsetzungsergebnisse umfassen. Diese multidisziplinäre Detailtiefe, die erforderlich ist, um die Veränderung durchzusetzen, stellt eine Herausforderung dar, an der viele junge Innovationen scheitern.

Das Gesundheitswesen befindet sich in einem Umbruch, den es in dieser Form noch nicht gegeben hat. Die Veränderung weg von der Fokussierung auf den Service allein hin zum Fokus auf den Wert, sowie verstärkter Wettbewerbsdruck führen zunehmend zu einer Optimierung des Verhältnisses von Qualität zu Kosten. Das führt dazu, dass Technologien wie Telemedizin vom Forschungsobjekt zum gängigen Praxisinstrument der modernen Medizin aufsteigen.

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